Raus aus der Herbst-Depression

Wenn die Tage kürzer werden und bunte Blätter den Boden bedecken geht bei vielen von uns die Laune in den Keller. Wir fühlen uns schlapp, unmotiviert und können uns für kaum etwas richtig besgeistern. Aber warum ist das so? Und was kann man dagegen tun?

Die wichtigsten Ursachen

Auch wenn die Ursachen für Herbst- (und analog: Winter-) Depressionen noch nicht endgültig und einwandfrei geklärt sind, so ist doch ein Zusammenhang mit dem Rückgang an Sonnenlicht deutlich erkennbar. Das wirkt sich gleich mehrfach auf dein Wohlbefinden aus:

  • Zum einen scheint bei vielen die innere Uhr durcheinander zu kommen, wenn die Tag-Nacht-Abfolge mit dem gelebten Tagesrhythmus nicht mehr zusammenpasst. In anderen Worten: Aufstehen, wenn es noch dunkel ist, irritiert den Organismus und kann so zu depressiven Verstimmungen führen.
  • Zum zweiten sorgt Sonnenlicht dafür, dass im Körper das Glückshormon Serotonin ausgeschüttet wird. Folgerichtig geht die Serotoninproduktion zurück, wenn die Sonneneinstrahlung sowohl in Dauer als auch in Intensität zurückgeht.
    Serotoninmangel wiederum ist eine bekannte Ursache für depressive Stimmung.
  • Im Gegenzug wird bei im Herbst deutlich mehr vom Hormon Melatonin ausgeschüttet, das uns müde macht und ein starkes Schlafbedürfnis zur Folge hat. Was nächtens dafür sorgt, dass wir einen tiefen und erholsamen Schlaf finden, wird untertags zum Bumerang: Dauermüde und energielos schleppen wir uns durch den Tag. Wenig verwunderlich eigentlich, dass da wenig gute Laune aufkommt….

Was du dagegen tun kannst?

Gegen den Mangel an Sonnenlicht im Herbst und Winter kannst du naturgemäß nicht viel ausrichten. Dem Teufelskreis der Herbstdepression kannst du aber trotzdem relativ leicht entkommen. Hier drei einfache Tipps, wie du dennoch gut gelaunt und energiegeladen durch den Herbst kommst!

  • Raus an die Sonne!
    Auch wenn die Sonnenstunden abnehmen, kannst du deine Speicher mit ausgedehnten Aufenthalten im Freien auch im Herbst und Winter gut aufladen. Am besten die Mittagspause nach draußen verlegen, und neben der Sonne auch frische Luft tanken. So gehst du bestimmt mit neuer Energie in deinen Nachmittag!
  • Mindestens 10 Minuten Sport am Tag!
    Wer mindestens 10 Minuten intensives Training pro Tag einplant, senkt nicht nur sein Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dein Workout kurbelt nachweislich auch die Serotoninproduktion an und hilft so, einem saisonal bedingten Serotoninmangel abzuhelfen. Optimal: Verleg doch dein SMYLEAN Workout nach draußen!
  • Abends ohne Computer oder Handy ins Bett!
    Die Displays der meisten elekronischen Geräte geben Licht mit einem hohen Blauanteil ab. Dieses Licht hemmt aber die (am Abend durchaus erwünschte) Melatoninproduktion. Dadurch schläft man schwerer ein – und was uns abends an Melatonin fehlt, haben wir dafür dann am Morgen zu viel. Also Handy und Computer aus dem Schlafzimmer verbannen – dem eigenen Schlafrhythmus zuliebe!
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